Neudorf als Gartenhaus, Tiny house, Smart home

Neudorf im Ist-Zustand. Der Hang ist Schutz zum Einen, vor Wind und Wetter, und eine Herausforderung zum Anderen – die Sonne kommt später.
1. Ziel: Neudorf Smart home, mit allen Amenities – Schlafen, Kochen, Essen, Waschen, Toilette
2. Ziel: Neudorf Gartenhaus, Tiny house
Sonnen- und Schattenkalkulationen

Entwurf Holzbaumeister Haselsteiner

Dachvorsprung: Es war mein Wunsch, keinen Dachvorsprung zu haben. Eine klare Form und Linie war mir wichtig. Jedoch haben wir vorher die Vorteile eines Dachvorsprungs besprochen. Vorteile: Beschattung. Beschattung ist Richtung Osten nicht notwendig, und Richtung Süden wird man sich jedenfalls längerfristig etwas überlegen müssen. Da dort für die Zukunft ein Kaltwintergarten angedacht ist, und eine gestufte Terrasse entlang der Geländekante, ist auch hier kein Dachvorsprung notwendig.

Mein Einwand der Ausrichtung: Entlang der blauen Linie wäre besser. Die blaue Linie ist eine Verlängerung der vorderen Hangkante. Und ich habe mehr Informationen bekommen vom Nachbarn über die Lage des Kanaldeckels, welchen ich mit einem blauen X eingezeichnet habe.

Wohnateliers als flexible und günstige Raumnutzung

Fantastische Räume …

https://spectrooms.blverlag.ch/aus-fremdem-etwas-eigenes-machen/

Ein flexibler Sanitärblock …

https://architekturbasel.ch/wohnen-fuer-10-chf-pro-m2-bauen-nach-dem-easyjet-prinzip-auf-der-erlenmatt/

Artikel in der Architektur Basel über Heinrich Degelos Projekt:

„Degelo radikalisierte das Projekt mit dem Ziel minimaler Baukosten. Seine Strategie war die Reduktion auf das absolut Notwendige, und zwar in jeder Hinsicht. „Wie bei Easyjet“, sagt Degelo. So verfügt die Wohnung über keine internen Trennwände, sämtliche Oberflächen bleiben roh, elektrisch wird nur die Grundinstallation eingebaut. Etwas verloren steht in der 150 Quadratmeter grossen Wohnung die Nasszelle, wobei man eher von Nasszeile sprechen sollte. Auf der einen Seite befinden sich Dusche und WC, auf der anderen wird später ein Herd und Kühlschrank montiert. Die Position konnten die Bewohner frei wählen. Der Trick dabei: Das Abwasser wird mittels Pumpe über die Decke in die zentrale Steigzone befördert. Den Innenausbau der Wohnungen übernehmen die Genossenschafter selbst. Die Raumhöhe von 3.45 m lässt unterschiedliche räumliche – insbesondere auch vertikale – Unterteilungen zu. Man kann problemlos eine erhöhte Schlafgalerie einbauen. Damit lässt sich die Wohnfläche mehrfach nutzen. Bei der Vollendung des Hauses wird Degelo auf die Zuschauertribüne verbannt. „

https://architekturbasel.ch/wohnen-fuer-10-chf-pro-m2-bauen-nach-dem-easyjet-prinzip-auf-der-erlenmatt/
https://architekturbasel.ch/wohnen-fuer-10-chf-pro-m2-bauen-nach-dem-easyjet-prinzip-auf-der-erlenmatt/

Neudorf Konzept

Wohnatelier Neudorf – Nachhaltiges Wohnen und Arbeiten
Geplant nach einem innovativen Gebäudekonzept, das nachhaltiges Wohnen und Arbeiten anstrebt. Das Gebäudekonzept öffnet existierende Formen des Entwerfen und Bauens von Lebensräumen, und versucht, nachhaltigere Lebens- und Arbeitspraktiken zu kreieren. Wir untersuchen existierende Bau- und Planungspraktiken, sowie gegebene Lebens- und Arbeitspraktiken, und die Beziehungen zwischen ihnen.

Neue Querverbindung zwischen Praktiken ermöglichen neue Prozesse der Lebensraumgestaltung. Ein wesentliches gestalterisches Prinzip dieses Projekts ist die Interdisziplinarität der teilnehmenden Personen, welche sich zusammensetzt aus einer Reihe von Fachexpert/inn/en aus Holzbau, Design, und Nachhaltigkeit, und auch aus dem Alltagswissen des Wohnens und Arbeitens.

Dieses Projekt hat zum Ziel, nachhaltigere Bau-/Lebens-/Arbeitspraktiken zu gestalten welche einen geringeren ökologischen Fussabdruck hinterlassen, und auch gesündere Formen des Bauen, Wohnens und Arbeitens fördern.

Live-in Studio Neudorf – Sustainable living and working
This project uses an innovative building concept that aspires to creating sustainable living and working practices. The building concept unthreads existing ways of designing and building of living spaces, and seeks to reassembles these to more sustainable place-making practices. We explore existing planning practices in the building sector, as well as current living and working practices, and the relationships between them.

New crosslinks between practices enable new processes of place-making. A fundamental design principle of this project is the interdisciplinary team made up of experts in timber and woodwork, design, and sustainability, as well as everyday knowledge in living and working practices.

This project seeks to create conditions for sustainable building/living/working practices that have a lower footprint on the environment and promote healthy building/living/working practices.

Änderungen 2

Nach Feedback (Dachausrichtung, „schaut gemütlich aus“, Ofen wirklich an der Innenwand? Kamin innen? Decken unten auf Sicht? Böden? Badtüren nach aussen aufgehen?):

Meine allerletzte Sorge ist, dass der Mehrzweckbereich im Westen (EG) keine Aussicht hat, und ob das wohl irgendwann ein Problem wird. Nach den Gymnastiksachen vom Julian wird es wohl ein Arbeitsraum werden (Erweiterung vom kleinen Arbeitsraum) aber ist es nicht zu „eng“ – nur 230 breit und 4 m lang, und nicht wirklich ein Fenster?

Erdgeschoss:

Obergeschoss:

Änderungen

Meine Änderungsvorschäge, indem ich den Einreichplan von Herrn Haselsteiner in Photoshop editierte. Ich möchte auch nochmals auf die Himmelsrichtungen aufmerksam machen durch den hinzugefügten Kompass.

Erdgeschoss: Bad- und Technikraumfenster verschmälert, Küchenfenster mittig positioniert. Balkontür doppelflügelig, weiter weg von der Treppe für freien Zugang. Möglich nach aussen zu öffnen?

Obergeschoss: Bad kleiner, Badtür muss schmäler werden? Badfenster schmäler, kleine Galerie mit voller Fensterfront, Wand zwischen Schlafzimmer links ausgerichtet mit Wand von Schlafzimmer rechts. S/W-seitiges hohes Fenster verbreitert auf 80cm.

Ansichten: Fensterpositionen und -breiten entsprechend angepasst

Plan

Mein Plan als CAD Zeichung (mit Schwierigkeiten):

Daraufhin ein neuer Entwurfsvorschlag von Herrn Haselsteiner:

Daraufhin meine erneuten Änderungsvorschläge:

Telefonat:

Wir besprachen die Vorzüge des Kamins innen – bringt eine gewisse weitere Heizleistung. Wir entschieden, deshalb den Holzofen an die Innenwand zu stellen. Wichtig war mir dabei nur, dass daneben noch ein Standard-Küchenblock mit etwa 280 cm Länge Platz hat. Des weiteren stellte sich die Frage, ob die Decke über dem nunmals Arbeitszimmer im Erdgeschoss notwendig ist. Nun sind zwei Schlafzimmer oben, und der Arbeitsraum unten, und eine Galerie momentan nicht notwendig. Sollte Julian seinen Schlafraum unten wollen, neben der Kletterwand, kann man eine Zwischendecke einziehen – eine verschachtelte Decke – so dass das Hochbett unten mehr Kopfraum hat, und oben ein Podest als Tisch oder Diwan genutzt werden kann.

Den Durchgang zwischen Balkontür und Treppe habe ich als zu schmal angemerkt (90 cm). Ich fragte ob die Treppe schmäler gemacht werden kann. Herr Haselsteiner meinte man könne eher eine Stufe wegnehmen, dann würde man 25 cm gewinnen, also auf 115 cm Durchgang kommen. Perfekt! Wir haben noch die gesetzlichen Richtlinien für die Steilheit von Treppen besprochen, und wir befinden uns hier innerhalb des vorgeschriebenen Rahmens für Wohngebäude.

Letzte Entwürfe vor dem Wochenende:

What it means to ‘dwell in time’.

The heading is a quote of architect Juhani Pallasmaa. He says that it is not new, to engage with time as a flexible material of housing. It has, he says, in fact made housing itself placeless (p. 59).

„In recent architecture, design has prioritised an engagement with time through its creation of temporary and highly flexible structures. There has, however, been less focus on how the design of buildings might impact the experience of time of the people who inhabit them.“ (p. 51)

Pallasmaa asks, „can we again inhibit time“? (p. 59)

„It seems that we have lost our capacity to dwell in time. Being outside of time is an aspect of the new homelessness of the modern man. … We need visions of cultural and experiential rooting that make us again capable of grasping the epic story of culture and our humble role in the making of that great narrative.“ (p. 59)

This project – Neudorf – tries to answer these questions and seeks to create tools of placemaking that reengage our capacity to dwell in the presence.

Pallasmaa, Juhani. „Inhabiting Time.“ Architectural Design 86, no. 1 (2016): 50–59.

Inspiration Biwakschachtel Grossglockner

Diese Innenverkleidung aus Birkensperrholz dient als Inspiration für kleinste Raumfläche und maximale Funktion. Hier das Beispiel des Bau einer Biwakschachtel, als eine „wichtige Notunterkunft und Schutzeinrichtung“ am Grossglockner. Anforderungen waren „ein minimaler Eingriff in die Natur, Erweiterbarkeit und mindestens 15 Schlafplätze“ in Modulbauweise.

https://polybiwak.com/projekt/glockner-biwak

Screenshot des Projekts von Polybiwak:

Raum vervielfachen

Raum soll dreidimensional verwendet werden. „Space must be considered three-dimensionally, in terms of volume and not just area,“ (Smith, p. 6), nicht nur für Lichtverhältnisse, sondern auch um Raum übereinander zu stapeln.

Auch die Zeitdimension lassen Raum erweitern: „Conceptualised as “hinged space,” dwellings can be adapted to suit their occupants’ requirements at different times of the day; this diurnal adaptation allows expansion of living areas during the day, which is then reclaimed by bedrooms at night“ (p. 6).

References

Smith, Charlie. „Chasing the Grail: Reconciling Priorities to Improve New Housing.“ In AMPS, Architecture_MPS, PARADE, Manchester School of Architecture. Manchester, 2020.